Malango Actualité de l'Océan Indien

Dienstag, 19. April 2011


FLIGHTS ARE BOOKED!!! I'll be back in Comoros from 15th of May until 30th of June... CAN'T WAIT!!!

Montag, 28. März 2011

My first publication is out!

...it's a revised version of my Master thesis. Unfortunately it only exists in german so far, but any updates on this blog will be either in english or in french, and my doctoral thesis will be written in french as well... for those who do understand german: I hope you like it!

Arbeitsblatt 53

Laura Münger (2011):

Im Kwassa-Kwassa nach Mayotte. Migrationsprozesse und sozialer Wandel in einem (post-)kolonialen Kontext.

Abstract

Mayotte is a small island of 374km2, situated off the Southeast coast of Africa, to the East of Mozambique and Northwest of Madagascar. In 1974, when Anjouan, Grande Comore, and Mohéli, the three other islands of then single French Overseas Territory of Comoros (Territoire d’Outre-Mer) claimed independence from the colonial power of France, the inhabitants of Mayotte decided to remain with France. This choice of separation was confirmed recently on 29th March 2009, when the population of Mayotte voted for the transformation of their political status into a French Overseas Department (Département d’Outre-Mer). Nevertheless, Mayotte still figures in both the French and the Comorian constitution. Several international bodies, among them the UN General Assembly, support the Comorian Government in still claiming the island on the grounds that France violated the principle that the territorial integrity of colonial territories should be preserved upon independence.

The fact that Mayotte is politically considered as being French stands in sharp contradiction to peoples’ notions of belonging, not only geographical, but also cultural. The population of Mayotte shares with the inhabitants of the sovereign state of Comoros adherence to a Sunni Islam and a social organisation that follows rules of matrilineality and matrilocality, both of which form together the basic sources of local law. Together with a significant wealth gap, and traditionally close familial interrelationships across the four islands, the perception of the political border as being unnatural and illegal leads to an important emigration from Comoro state islands to Mayotte: the 2007 population census showed that more than 30% of the population on Mayotte is of Comorian nationality, most of them being considered as illegal immigrants.

This study examines the mechanisms of inclusion and exclusion concerning citizenship politics in the very special field of French post colonialism, in an era marked by a profound social change – change which has been importantly influenced by legal transformations following departmentalization of the island.

Keywords

French overseas territories; Comoro islands; Mayotte; borderlands; irregular migration; citizenship; inclusion/exclusion; (post) colonialism; legal pluralism; Islam; customary law; social change; strategies of action.

113 Seiten.
ISBN-13: 978-3-906465-53-1

EAN: 9783906465531


Download the full text (pdf):

http://www.anthro.unibe.ch/content/e1765/e1766/e4997/

Montag, 24. Januar 2011




Missing my sis, bro and host mum and all my friends over there, I'll be back very soon... May, june 2011!

Mittwoch, 2. September 2009

Ds zwöite Mau geits ringer...

Hallihallo meine Lieben!!!

Wie der Titel sagt, fällt mir bei meinem zweiten Besuch der Laguneninsel alles geschätzte 10000mal leichter. Dies liegt natürlich hauptsächlich daran, dass ich am Flughafen bereits ungeduldig von Djamila erwartet wurde, die mir das traditionelle Willkommensgeschenk um den Hals legte: eine Blumenkette aus Jasmin und Ylan-Ylang; dass wir sodann, zwar noch ohne Gepäck, da dieses in Paris steckengeblieben war, mit dem Taxi zu ihrem neuen Zuhause fuhren, wo Thanaya gerade aus einem anderen Taxi, das sie von der Schule abgeholt hatte, ausstieg und mir mit einem lauten Loraaaaaaaaaaaaaa-Schrei und weit geöffneten Armen entgegenrannte; dass es gestern Abend spät am Tor klopfte und jemand "Hôdi?" rief (ist jemand da, darf ich reinkommen?) und Djamila nach einigen Sätzen rief, dass es für mich sei und plötzlich Idrisse, den ich letztes Jahr auf Anjouan kennengelernt hatte, vor mir stand; dass ich heute, als ich für Djamila eine Rechnung bezahlen gegangen bin, die Ruhe selbst geblieben bin und das lustige System, das mich letztes Jahr noch auf die Palme getrieben hat, zum schmunzeln brachte (jede Person erhält von einer extra dafür angestellten Person einen Zettel mit einer Nummer, wartet dann, bis sie aufgerufen wird, was bestenfalls 1h und schlimmstenfalls bis zu 3h dauern kann, dann kann die Rechnung am Schalter bezahlt werden- ein Hoch aufs e-banking!); dass ich vorhin, als ich in die Biblio kam, mit den Worten: oh, ça fait longtemps que je vous ai pas vue! Xexe? et ta famille, elle va bien? begrüsst wurde; dass mich der Cybersspace-Zuständige, der mir bereits letztes Jahr so unendlich viel geholfen hat, genauso herzlich begrüsste und ich nun schon meinen ersten Blogeintrag schreiben kann.... Und schliesslich dass ich mich hier nicht mehr fehl am Platz fühle, dass ich weiss, wo ich was wann wo bekomme und wieviel Zeit ich dafür ungefähr einrechnen muss. Zwar habe ich die erste Nacht nicht sehr viel geschlafen, weil die auf das Wellblechdach knallenden Mangos des riesigen Nachbarbaums mir gehörig Angst eingeflösst haben :-)

Sodeli, schliesslich bin ich froh, dass ich nochmal für einen Monat hierhin gekommen bin; wahrscheinlich wird es mir gelingen, einen Grossteil der Arbeit zu schreiben, da ich hier in der Biblio ungestört daran arbeiten kann. Auch die Vertiefung der Interviews war eine gute Idee, nun da ich exakt weiss, was ich wissen will, ist auch dies viel einfacher. Und natürlich ist es wunderbar, alle Leute wiederzusehen!!!

Bis ganz gli wieder, un gros gros bisou de Laura

Freitag, 28. August 2009

Feldforschung Part II: Mayotte je viens 2009!!!

Es ist soweit: nach langen 10 Monaten seit meiner Rückkehr von den îles de la lune steige ich diesen Montag, den 31. August 2009 wieder ins Flugzeug Richtung Mayotte, Komoren. Leider werde ich dieses Mal nur einen Monat dort verbringen; was ursprünglich als reine Entspannungs- und Entdeckungsreise (da nach dem vorgesehenen Masterarbeitsabgabetermin) geplant gewesen war, nenne ich nun ein wenig abgeändert zweite Feldforschungsaufenthaltsferien. Im Wesentlichen werde ich mir ein Bild vor Ort über die Lage nach der klaren Abstimmung für die Departementalisierung der Insel Ende März 2009 verschaffen, mein biographisches Kerninterview vertiefen und hoffentlich einen Grossteil der Arbeit zu Papier bringen. Ferienmässig möchte ich den Advanced-Tauchkurs machen, die Buckelwale sehen (die Muttertiere kommen im September jeweils mit ihren Jungen in die Lagune), alle die wunderschönen und liebgewonnenen Plätzli wie die Schildkrötenstrände und den Kratersee auf Petite Terre wieder aufsuchen, alle meine Freunde wiedersehen, und ja, ein zweites Mal versuchen, das Fasten während Ramadan mitzumachen!
Ich freue mich tusigmillionen auf diesen Monat- irgendwie ist die Insel dadurch, dass ich sie nun kenne, viel näher gerückt, und trotzdem werde ich wieder in einer ganz anderen und so fernen Welt landen...

Bis bald meine Lieben, ich werde mich bemühen, euch hier wieder ab und zu mit ein paar visuellen Leckerbissen den Herbstanfang in der Schweiz aufzuhellen!

Bisou bisou

Dienstag, 13. Januar 2009

Samstag, 20. September 2008

Pächvogu ig...

Xexe id Schwiz!

Hm, ein Eintrag ohne Fotos und mit wenig guten News, abr auch das gehört dazu-
ich befinde mich in einem der vielen Tiefs, die halt zum Auf und Ab einer Feldforschung
gehören... Hier also die Chronik meiner moralischen Tiefschläge seit dem letzten Eintrag:

  • Wie bereits erwähnt hat mein Fotoapparat den Geist aufgegeben. Sara hat mir zwar eine schöne Liste mit guten Tipps zusammengestellt, aber auch denen trotzt mein Apparat- wahrscheinlich ist es hier einfach wirklich zu heiss, kann ihn ja eigentlich gut verstehen...
  • Nachdem ich vor einer Woche ein Occasion-Velo für 30 Euro gekauft hatte, flitzte ich de droit à gauche für allerlei Interviewvereinbarungen und war echt glücklich, nicht jedesmal auf die Taxis angewiesen zu sein. Leider war die Freude nur von kurzer dauer: Als ich für eine Viertelstunde beim Grand Cadi war, war mein Velo danach weg-wohlverstanden, das Velo hatte ich zuvor geschlossen und an die Mauer des Büros des GRAND CADI gelehnt, und zudem ist hier RAMADAN, aber Djamila erzählte mir, dass sogar in den Moscheen alles geklaut wird, was nicht niet- und nagelfest ist.
  • Am nächsten Morgen machte ich mich auf in die Biblio, die dann aber wie schon so oft zuvor aufgrund einer unvorhergesehenen Zusammenkunft geschlossen war. Also machte ich ein paar Einkäufe und packte den Laptop in den Papiersack- ein brutaler Fehler, denn als ich Zuhause die Milch aus dem Sack nahm fiel dieser vom Stuhl, inklusive Laptop, der nun auf 2/3 des Bildschirmes ein dekoratives aber leider sehr ärgerliches SCHWARZ aufweist.
  • Zu guter Letzt stieg der Kühlschrank aus, sodass ich nun den Tiefkühler und den Kühlschrank auf ein Minimum einstellen muss- so kann ich ersteren als Kühlschrank und letzteren als Vorratskammer gebrauchen.
  • Ja, und seit einer Woche bin ich wie blöd am umenschnuderen und am umenfieberen, aber das ist ja ganz schweizerisch, das macht den Braten nicht mehr feisser.
Immerhin habe ich die Erlaubnis für die Interviews am Spital erhalten, sodass es nächste Woche definitiv losgeht- das Testinterview verlief super, nur dass ichs dann im Anschluss versehentlich gelöscht habe, habs aber sofort anhand der Notizen schriftlich rekonstruiert, und die meisten Experteninterviews sind auch organisiert. Ich werde jetzt also trotz der widrigen Umstände einfach noch so richtig auf die Zähne beissen und das Beste aus den verbleibenden 5 Wochen herausholen. Gestern habe ich mich auch fürs tauchen erkundigt, werde wahrscheinlich das nächste Wochenende endlich unter Wasser sein, juhui!

Noch ein letzter Punkt: Nachdem mir Sara die horrende Höhe meiner Natelrechnung mitgeteilt hat, muss ich nun leider auf Telefonate verzichten, das treibt mich sonst in den Ruin. Auch skypen ist leider nicht mehr möglich, bzw. chatten, da das Feld leider in den schwarzen 2/3 meines Bildschirmes ist:-( Naja, noch 5 Wochen, sms kosten "nur" 36 Rappen, und zum Glück kann ich mich ja hier ab und zu mitteilen.

Ich schicke Euch allen viel Wärme und Sonnenschein in die herbstliche Schweiz,
bis bald...